Regional / Mittwoch, 6.Mai.2015

Aachen: Was der Aachener Bürger weiß, nicht weiß oder nicht wissen darf

Die Stadt Aachen hat einen neuen Planungsdezernenten

Was man weiß:

Aachen hat einen neuen Dezernenten. Bis 2008 leitete Werner Wingenfeld schon einmal das städtische Planungsamt. Nun kehrt der 62jährige als Nachfolger von Gisela Nacken als neuer Planungsdezernent zu seiner alten Wirkungsstätte zurück.

Wingenfelds Wahl im Rat der Stadt Aachen war nur noch Formsache. Die Große Koalition (GroKo) aus CDU und SPD hatte sich bereits im Vorfeld auf Wingenfeld verständigt.

Auch die Aachener Nachrichten (AN) berichteten von der Wahl Wingenfelds zum Dezernenten. Jedoch falsch. Angeblich stimmte der Rat einstimmig für Wingenfeld. Enthaltungen kamen demnach lediglich aus den Reihen der Grünen, Linken und Piraten. Am nächsten Tag wurde auf Wunsch der Linken die Falschmeldung mit Bedauern korrigiert. Die Linke bat um Klarstellung, dass sie der Wahl zugestimmt hätten. Wingenfeld sei also einstimmig mit den Stimmen der Linken bei 17 Enthaltungen gewählt worden.

Was man nicht weiß:

Auch diese Meldung der AN war falsch. Der Stimme enthalten hatten sich neben Piraten und Grünen die Ratsgruppe der AfD und der PRO NRW Vertreter.

Der PRO-NRW-Ratsherr schrieb deshalb unverzüglich die Lokalredaktion an und bat, wie zuvor die Linken, um Berichtigung der Falschmeldung.

Eine Woche später erfolgte weder eine Reaktion noch Antwort. Die AN zieht es offensichtlich vor, bei der Falschmeldung zu bleiben.

Man muss also politisch links sein, um im Regionalteil der AN überhaupt erwähnt zu werden. Diese antidemokratische Vorgehensweise lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Parallelen wie zu Unzeiten der DDR sind unverkennbar. Die Systempresse zeigt ihr wahres Gesicht. Verschweigen kann ebenso Lüge sein. Die Aachener sollten gewarnt sein.

Was man nicht wissen darf:

Wir haben einen neuen 62jährigen Dezernenten. Wenn der ranghohe Beamte im August antritt, wird er sich acht Jahre für die Geschicke Aachens verantwortlich zeichnen. Dann ist er 70 Jahre alt. Auch andere, jüngere und ebenfalls qualifizierte Bewerber mit Familien hatten sich beworben und hätten sich eine sorgenfreie Lebensplanung über acht Jahre gewünscht.

Die AN schweigt hierzu in vorauseilender Hörigkeit zur städtischen Obrigkeit.

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