Regional / Mittwoch, 8.April.2015

Aachen: Bürgerstreife – mutiges Bürgerprojekt

„Umstrittene Aachener Bürgerstreife wird wieder aktiv“ – so lautet die denkwürdige Überschrift der Aachener Lokalpresse AN/ AZ vom 07.April 2015. Es war in der Tat ruhig geworden um die ehrenamtliche Arbeit der von Wolfgang Ebel ins Leben gerufenen Bürgerstreife. Weniger ruhig – oder besser gesagt – weniger beruhigend sind dagegen die aktuellen Kriminalitätsdaten zur Einbruchs- und Straßenkriminalität. Sie sind wieder ansteigend.

Wen wundert es?

Und weil der „umstrittene Anführer der Bürgerstreife (Ebel)“ es gewagt hatte, die Berichterstattung zu Überfällen aus der Kategorie Raubdelikte als „vernachlässigt“ zu bezeichnen, wurde auch die örtliche Presse wach. Eine Nachfrage beim Polizeipräsidium Aachen brachte Klarheit. Der leitende Kriminaldirektor Ulrich Flocken räumte ein, dass es alleine im Stadtgebiet Aachen bislang 61 „Überfälle“ gab. Und dies von Anfang Januar bis Mitte März.

Lediglich von zehn dieser Überfälle berichtete die Polizei selbst oder auf Nachfrage.

Das gibt den Aachener Bürger/-innen zu denken und Anlass, über die Sinnhaftigkeit der Bürgerwehr zu diskutieren. Insbesondere darüber, warum etablierte Politiker der „demokratischen Linksallianz“, der Oberbürgermeister, der Polizeipräsident und die örtlichen Printmedien die Bürgerstreife ablehnen.

Hierzu meint der Aachener PRO-NRW-Ratsherr Wolfgang Palm:

Wolfgang_Palm_neuIch jedenfalls möchte mich bei den Frauen und Männern um Wolfgang Ebel und seiner Bürgerstreife recht herzlich bedanken. In Zeiten steigender Kriminalität, Verrohung und Verwahrlosung unser Gesellschaft reicht es nicht, sich über ausufernde Kriminalität verbal zu beklagen. Die Polizei ist – und dies nicht erst nach schonungsloser Feststellung einiger Gewerkschafter- an die Grenzen ihrer präventiven und repressiven Möglichkeiten angelangt.

Die Landeskassen sind leer. Sie wurden zweckentfremdet und regelrecht geplündert. Für Sicherheit der Bürger ist kein Geld mehr da.

Die Landesregierung hat die Ernsthaftigkeit des Problems erkannt…..(?)! …….

Und reagiert mit einem beherzten Stellenabbau bei der Polizei. Der Tenor lautet:

“Der Bürger kann sich doch wohl selber helfen. Er ist mündig und kann sich private Sicherheit leisten. Wer genug Geld hat, der rüstet immobil auf und baut sich eine Festung. Wo liegt da das Problem mit der Kriminalität?”

Scherz beiseite. So geht das nicht. Das ist der falsche Ansatz und vollkommener Unsinn.

Was spricht also dagegen, wenn sich couragierte Bürger zusammentun und in Spät- und Nachtzeiten freiwilligen Sicherheitsdienst in unserer Stadt verrichten?

Wird durch die ehrenamtliche Arbeit zum Schutz der Bürger etwa das Gewaltmonopol der Polizei in Frage gestellt?

Ist das „zivile Begehen“ von kriminalitätsauffälligen Stadtteilen wirklich so umstritten, wie es uns die Medien und verantwortlichen Politiker weis’ machen wollen?

Hat man überhaupt einmal die Opfer befragt, ob sie der Initiative nach einem Akt „schmerzhafter, überfallartiger Entreicherung“ wohlwollend oder ablehnend gegenüber stehen?

Sind Menschen, die Zivilcourage im Dienst für alle Bürger zeigen, von vorn herein auf Gewalt gebürstet, mit fragwürdigen politischen Ansichten (ausgestattet), nur weil sie aufmerksam sind, hören, nicht wegsehen und Vorfälle der Polizei melden?

Hat es überhaupt mal einen Vorfall gegeben, der die ehrenamtliche Arbeit in Frage stellen könnte?

Wurde jemals Gewalt angewendet? Wenn ja, war sie zur Hilfeleistung erforderlich und legitimiert?

Wäre Wegschauen besser, wenngleich als Straftat der unterlassenen Hilfeleistung strafbewehrt?

Sollen unsere Bürger etwa kriminelle Gewalt tolerieren und bürgerliche Präventivmaßnahmen ablehnen?

Was bezwecken die Aachener Zeitungen AN/ AZ mit derartigen Veröffentlichungen?

Die Fragen sind für jeden Bürger mit gesundem Menschenverstand selbsterklärend.

Bei der Aachener Bürgerstreife handelt es sich um eine zivile, politisch neutrale Bürgerinitiative.

Bürgerstreife, Bürgerinitiative, Bürgerlichkeit……

Vielleicht liegt der Hund im Begriff der „Bürgerlichkeit“ begraben.

Vielleicht ist nach Ansicht unserer Etablierten „Bürgerlichkeit“ negativ besetzt, zu weit rechts und auf jeden Fall zu beobachten.

Vielleicht suchen wir deshalb bei Ehrenamtlern der Bürgerstreife vergeblich die anständigen, politisch links denkenden Bürger.“

Hier geht es zur Internetpräsenz der Initiative und Bürgerstreife “Wir helfen Aachen” mit aktuellen Infos:

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