Aktuelles / Freitag, 28.Juni.2013

AACHEN: Amigo- Realität in der Kaiserstadt!

Skandal um den Aachener Stadtbetrieb – Arbeiter der unteren Lohnbesoldung werden suspendiert – Ermittlungen gegen tatverdächtige Amtsträger und Politiker !

Ungenehmigte, gewerbliche Tätigkeiten im Dienst (Arbeitszeitbetrug), Diebstahl und Unterschlagung von städt. Materialien, illegale, umweltgefährdende Abfallentsorgung, Drogenkonsum im Dienst etc. Nachdem nun die erste Kündigung ausgesprochen und mehrere städt. Mitarbeiter unterer Lohngruppierungen „freigestellt“ wurden, kocht es gewaltig hoch.

Nach ersten Anhörungen der genannten Tatverdächtigen spricht man mittlerweile offen von einem „System von Gefälligkeiten und Dienstleistungen im Stadtbetrieb“. Nach ersten Auswertungen durch das städtische Rechnungsprüfungsamt verdichten sich die Hinweise darauf, dass die entlassenen Arbeiter nicht nur ihr eigenes Gehalt aufbessern wollten, sondern auch städt. Angestellte, Amtsträger und einflussreiche Politiker die „internen Dienstleistungen allzu gerne in Anspruch nahmen“:

Vorgesetzte ließen Arbeiten an ihren Privathäusern durchführen – Materialanlieferung für die Ferienhäuser – ein Container wurde mit Wissen der Betriebsleitung einem Politiker zur Verfügung gestellt und mit Asbest befüllt – Grünschnitt von einem Ratsherrenareal abgeholt – Gartenarbeiten auf einem Privatgrundstück ausgeführt.

Ein korrupter Personalrat soll für die Einstellung und eine hohe Einstufung eines befreundeten Mitarbeiters gesorgt haben und hierfür andere Vergünstigungen in Anspruch genommen haben. Dienstfahrzeuge sollen zur Begehung der genannten Straftaten betankt und eingesetzt worden sein. Die Mitarbeiter durften Blausteine und Holz nach Hause schleppen. Altmetallverkäufe, die das verschuldete Stadtsäckel hätten befüllen können, wurden zur Aufbesserung der Kaffeekassen genutzt.

Alle Grauzonen wurden über Jahre genutzt. Offensichtlich gab es keine wirksame arbeitsrechtliche Kontrolle, eine Firma in der Firma bediente ein widerlich korruptes System durch alle Hierarchien. Ein wirkmächtiges, kriminelles System von oben bis unten und man deckte sich gegenseitig.
……. Bis man die „Kleinen“ rigoros abstrafte und diese nun, zum Schrecken der involvierten „Auftraggeber und Nutznießer“, anfingen zu singen.
Was für ein widerlicher Filz. Amigo- Realität in der Kaiserstadt!

Und die Aachener Bürger dürfen gespannt sein, welche Persönlichkeiten aus Amt und Politik in diesen kriminellen, ja bandenmäßig organisierten Straftaten involviert waren.

Der Aachener PRO-NRW-Kreisvorsitzende Wolfgang Palm fordert in diesem Zusammenhang die sofortige Einstellung weiterer Ermittlungen durch städt. Amtsträger oder politische Ausschüsse:

Solange nicht geklärt ist, welche Amtsträger oder Politiker mit „Wirkmächtigkeit ihrer Beziehungen“ am Werke sind und der Kreis der Tatverdächtigen noch nicht eingegrenzt werden kann, so zwingend obliegt es nur der Staatsanwaltschaft, Zeugen zu vernehmen und Maßnahmen anzuordnen. Es geht immerhin um schwere Straftaten im Amt zum Nachteil der Aachener Bürger. Städtische Beamte und politische Mandatsträger haben bei einer „unabhängigen Untersuchung“ nichts mehr zu suchen. Sonst muss befürchtet werden, dass aus dem Untersuchungsausschuss ein Vertuschungsausschuss wird…….und die Wahrheit auf der Strecke bleibt!

Diese unglaublichen Vorfälle zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, alte Verkrustungen und Seilschaften in Amt und Politik aufzubrechen. Ein seriöser Neuanfang ist möglich. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 hat der Bürger die Möglichkeit, alternativ zu wählen:
PRO NRW – unverbraucht, geradlinig, bürgernah – !