Landesweit / Montag, 26.Juli.2010

19 Tote auf der Love-Parade: Pro NRW fordert den sofortigen Rücktritt des Duisburger OB Sauerland

Keine Ahnung, keine Verantwortung, keine Konsequenzen: In diesem Stil fiel die Reaktion des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland auf die für 19 Menschen tödlich endende Loveparade in seiner Stadt bisher aus. Alle Rücktrittsforderungen und –gerüchte wies er brüsk zurück und bei der gestern stattfindenden Pressekonferenz war von ihm keine ernst zu nehmende Stellungnahme zu hören.

Dass der feine Herr Sauerland für das Amt des Oberbürgermeisters mehr als unqualifiziert ist, hatte er schon mehrfach unter Beweis stellen können. Ob das die desolaten Duisburger Stadtfinanzen oder die weit ausufernde Migrantenkriminalität sind: Überall erwies sich der Christdemokrat Sauerland als unfähig, bürgernahe Lösungen zu finden.

19 junge Menschen sind nun tot und sie ließen ihr Leben auch deshalb, weil die von Sauerland geführte Verwaltung wichtige Regelungen für Veranstaltungen in der Größenordnung einer Loveparade einfach außer Kraft setzte. Selbst die Warnungen von Polizei und Feuerwehr, die früh Kritik an der Veranstaltungsplanung und den mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen des Veranstalters übten, wurden von Sauerland ignoriert. Dem ersten Bürger Duisburgs war scheinbar die Aussicht auf weltweite positive Schlagzeilen für seine krisengeschüttelte Stadt wichtiger, als die Sicherheit der Veranstaltungsteilnehmer.

Wie die Duisburger Bürger und vor allem auch die Betroffenen der tragisch endenden Massenpanik die Rolle Sauerlands sehen, wurde deutlich, als dieser am Ort des Geschehens Anteilnahme heucheln wollte. Nur durch den Einsatz seiner Leibwächter konnte der Oberbürgermeister vor dem Unmut der Betroffenen in Sicherheit gebracht werden.

Die Diskussion über die Verantwortung für die 19 Toten und fast 400 Verletzten ist nun in vollem Gange. Sauerland machte in seinen Äußerungen bereits deutlich, dass er derzeit nicht an einen Rücktritt denke. Scheinbar hat er nicht verstanden, dass die Duisburger Bürger von ihm Antworten und Konsequenzen verlangen – nicht umsonst heißt es schließlich Ver-Antwortung. Diese Antworten will Sauerland nicht geben. Die einzige mögliche Antwort auf das katastrophale Versagen seiner Verwaltung wäre nämlich sein Rücktritt. Leider fehlt im dazu wohl das nötige Rückgrat.

Einen aufschlussreichen Bericht zu den Hintergründen der furchtbaren Katastrophe finden Sie auch auf dem Internetblog PI.