Aktuelles, Landesweit, Regional / Donnerstag, 4.August.2016

Türken-Lobbyist und SPD-Mitglied meldete Kölner Erdogan-Demonstration an

SPD-TuerkeiDie fragwürdige Solidaritäts-Demonstration für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit den lautstarken Rufen nach Wiedereinführung der Todesstrafe ist ausgerechnet von einem SPD-Mitglied aus Nordrhein-Westfalen angemeldet worden.

Beim Demo-Anmelder handelt es sich um den 45 Jahre alten Ahmet Çon. Dieser ist seit Jahren SPD-Mitglied in Nordrhein-Westfalen. Er geht in SPD-Parteikreisen überall im Lande ein und aus und soll auch einen guten Draht zur SPD-Parteiführung haben. Çon ist zugleich stellvertretender Vorsitzender der „Union Europäisch-Türkischer Demokraten“ (UETD), die als Deutschland-Filiale von Erdogans Partei AKP gilt. Bei der UETD ist der sozialdemokratische Türken-Lobbyist Çon für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Zu der Anmeldung der Pro-Erdogan-Demonstration durch ein Hagener SPD-Mitglied erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende Markus Beisicht:

markus-neu„Es ist offenkundig, dass die SPD Probleme mit extremistischen Parteimitgliedern hat. Es ist im Übrigen skurril, dass ausgerechnet ein Sozialdemokrat aus Hagen in Köln Demos für den islamistischen Autokraten vom Bosporus organisiert hat. Anlässlich dieser umstrittenen Kundgebung riefen bis zu 40.000 Türken unter anderem „Allahu akbar“, „Wir sind Deutschland“, „Türkei über alles“ und forderten lautstark die Einführung der Todesstrafe in der Türkei.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger sollte erstmal seinen NRW-Verfassungsschutz in den eigenen Reihen nach dem Rechten schauen lassen, anstatt freiheitliche Patrioten zu Unrecht zu diffamieren. Die SPD sollte vordringlich ihre Probleme mit den türkischen Islamisten und Chauvinisten in ihren eigenen Reihen klären. Aber Glaubwürdigkeit gehört sicher nicht zu den Stärken der NRW-SPD.“

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