Aktuelles, Regional / Dienstag, 10.Januar.2017

PRO NRW fordert Bruno Wiefel-Straße für Leverkusen

Mit dem Antrag 2017/1449 beantragte PRO NRW, eine repräsentative Straße oder einen Platz nach Bruno Wiefel (SPD), dem 2001 verstorbenen Bürgermeister Opladens, zu benennen. Die zuständige Bezirksvertretung II muss sich daher in der nächsten Sitzung mit diesem Antrag beschäftigen.

Der am 2. Dezember 1924 geborene Bruno Wiefel war ein deutscher Politiker. Nach dem Besuch der Volksschule zog Wiefel mit seinen Eltern nach Opladen und ging dort auf die Hindenburg-Schule (heute Grundschule Herzogstraße). Später nahm er als Soldat am zweiten Weltkrieg teil und geriet zuletzt in britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Wiefel seit 1947 beim Bundesbahnausbesserungswerk in Opladen.

Daneben engagierte er sich gewerkschaftlich. Er schloss sich bereits 1948 der SPD an. Er wurde 1958 zum Vorsitzenden der SPD Opladen gewählt und war von 1959 bis 1970 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rhein-Wupper. Er war von 1952 bis 1974 Ratsmitglied der Stadt Opladen und wurde dort bereits 1956 zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt. Nach der Gebietsreform war er von 1975 bis 1989 Ratsmitglied der Stadt Leverkusen. Dem Deutschen Bundestag gehörte Wiefel von 1961 bis 1980 an. Er hat sich insbesondere für den Stadtteil Opladen immense Verdienste erworben. Besonders für sogenannte kleine Leute war er immer da und hat selbst bescheiden gelebt. Seit 1999 ist er Ehrenringträger der Stadt Leverkusen.

Zum Antrag erklärt der Leverkusener Stadtrat und PRO NRW-Parteivorsitzende Markus Beisicht:

„Bruno Wiefel hat sich während seines langjährigen kommunalpolitischen aber auch bundespolitischen Engagements immense Verdienste um die Stadt Leverkusen erworben. Er ist seit 1999 Ehrenringträger der Stadt Leverkusen. Übrigens genauso wie der honorige und verdiente Ex-Oberstadtdirektor Otto Grimm. Bedauerlicherweise hatte der Leverkusener Stadtrat im letzten Jahr entschieden, die Otto-Grimm-Straße in Wiesdorf umzubenennen, obwohl sich hanebüchene Vorwürfe gegen Grimm durch keinerlei seriöse Quellen belegen ließen. Richtig ist lediglich, dass Grimm, wie auch Bruno Wiefel, während der Zeit des Dritten Reiches, Mitglied in der NSDAP gewesen sind.

Dieser Umstand schmälert sicherlich nicht die Lebensleistung des untadligen Demokraten Bruno Wiefel. Dieser hat sich in seinem jahrzehntelangen Wirken für die Bürger der Stadt Leverkusen jede Menge Verdienste erworben, so dass die Stadt Leverkusen nunmehr mehr als 15 Jahre nach seinem Tod endlich eine größere Straße nach ihrem Ehrenringträger Bruno Wiefel benennen sollte. Ich habe jedenfalls allergrößten Respekt vor der Lebensleistung von Personen, wie Otto Grimm und Bruno Wiefel.“

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