Aktuelles, Landesweit / Dienstag, 15.November.2016

PRO NRW begrüßt Großrazzia gegen extremistische Salafistenszene

koranverteilungDas Bundesinnenministerium hat endlich eine langjährige PRO NRW-Forderung umgesetzt und den radikalen Salafistenverein „Die wahre Religion (DWR)“ verboten. Zugleich durchsuchte die Polizei rund 200 Wohnungen und zwei Moschee-Vereine in zehn Bundesländern. Schwerpunkt der Polizeieinsätze waren Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern.

Der extremistische Verein organisiert seit 2010 mit sogenannten „Lies!“(„Lügen!“)-Aktionen überall in Deutschland Koranverteilungen. Er vermittelt eine gewaltorientierte, extremistische Ideologie und verstößt damit elementar gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Verteilungen dienen ausschließlich als Werbekampagne für einen fundamentalistischen, radikalen Islam. Der Verein spricht Andersgläubigen zudem jegliche Menschenwürde ab.

Als wichtigster Mann hinter dem nun endlich verbotenen Netzwerk gilt der Kölner Ibrahim Abou-Nagie. Der 52 Jahre alte gebürtige Palästinenser stand bereits wegen Hartz IV-Betruges vor Gericht. Derzeit soll er sich in Malaysia befinden, um dort für die Terrororganisation „Islamischer Staat (IS)“ neue Anhänger zu werben.

Durch die Koran-Verteilaktionen in der Vergangenheit haben sich tausende Moslems radikalisieren lassen. Weit über 140 Unterstützer der sogenannten „Lies!“-Kampagne sollen zwischenzeitlich nach Syrien zur Unterstützung der IS-Terroristen ausgereist sein. Auch die Terrorverdächtigen, die im April diesen Jahres für einen Bombenanschlag auf einen Sikh-Tempel in Essen verantwortlich gemacht werden, sollen an der „Lies!“-Kampagne beteiligt gewesen sein.

Zu dem längst überfälligen Vereinsverbot erklärt der PRO NRW-Geschäftsführer Thorsten Crämer:

thorsten„Die Behörden haben viel zu lange mit dem Verbot des radikalen Vereins gewartet, der einen „Heiligen Krieg“ gegen unser Wertesystem propagiert. Die Mitglieder organisieren immerhin schon seit 2011 überall in der Bundesrepublik sogenannte Koranverteilungen. Diese stellen eine Art „Einstiegsdroge“ für radikale Islamisten in der Bundesrepublik dar.

Das längst fällige Vereinsverbot kann im Übrigen nur ein erster Schritt zur weiteren Bekämpfung der radikalen Salafistenszene in Deutschland sein. Wir wollen jetzt nicht wieder mit politisch korrekten Platitüden abgespeist werden, der Islam sei eine friedliche Religion sei und gehöre zu Deutschland.

Immerhin hat das Bundesinnenministerium nun vorerst die Koranverteilungen und damit eine Werbekampagne für den radikalen und fundamentalistischen Islam unterbunden. Die Personen und deren Einstellungen lassen sich jedoch nicht verbieten und es werden schon bald neue Organisationsformen gefunden sein. Weitere Schritte müssen deshalb unbedingt folgen!“

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