Leverkusen: PRO NRW fordert passendes Stadtteilkonzept für Manfort
Aktuelles, Top-Themen / Donnerstag, 31.März.2016

Leverkusen: PRO NRW fordert passendes Stadtteilkonzept für Manfort

Neben Rheindorf und Wiesdorf entwickelt sich gegenwärtig Manfort zu einem der Problemstadtteile Leverkusens. Daher hat sich PRO NRW immer wieder für ein umfassendes Stadtteilkonzept für Manfort eingesetzt, mit dem ein soziales Abtriften des Stadtteils verhindert und seine Infrastruktur verbessert werden soll. Die Ratsmehrheit hat nunmehr die Erarbeitung eines umfassenden Stadtteilkonzepts für Manfort mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Insbesondere die soziale Struktur des Stadtteils gibt Anlass zur Sorge. Fast 20 Prozent der Haushalte leben von Zuwendungen der Sozialbehörden und weit über 40 Prozent der Einwohner haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Das Einkommen liegt weit unter dem städtischen Durchschnitt, die Arbeitslosigkeit hingegen deutlich darüber. Die Altparteien haben durchgesetzt, dass knapp 15 Millionen Euro weitere Fördermittel in ein Stadtteilkonzept für Opladen fließen, währenddessen Manfort dreist übergangen wird. Es ist fünf vor zwölf in Manfort und der Stadtteil bedarf dringend kommunaler Soforthilfe-Maßnahmen.
Hierzu erklärt die PRO NRW-Kreisvorsitzende Ratsfrau Susanne Kutzner:

kutzner1-150x150„Die Altparteien betreiben in Leverkusen praktisch die Spaltung der Stadt. Einige Stadtteile, wie Opladen oder Hitdorf, werden übermäßig gefördert, andere Stadtteile, wie Manfort, werden offenbar schon jetzt aufgegeben. In Manfort explodiert die Realität und es droht die weitere Etablierung von sozialen Ghettos. Der Stadtteil braucht dringend ein vernünftiges Stadtteilkonzept sowie Fördermittel wenigstens in dem Ausmaß, wie sie nach Opladen vergeben wurden. Ansonsten drohen eine weitere Ghettoisierung sowie soziale Verwerfungen.“

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