Aktuelles, Regional / Mittwoch, 1.Februar.2017

Leverkusen: Peinliche Posse um den verstorbenen langjährigen Bürgermeister der Stadt Opladen, Bruno Wiefel

In der Sitzung der Leverkusener Bezirksvertretung II spielte sich gestern eine besonders peinliche Posse ab. PRO NRW hatte beantragt, einen repräsentativen Platz oder eine repräsentative Straße nach dem am 23. September 2001 verstorbenen langjährigen Bürgermeister der Stadt Opladen, Bruno Wiefel, zu benennen. Dem Antrag wurde – unter anderem mit den Stimmen von SPD und CDU – nicht entsprochen.

Stattdessen soll eine Kommission irgendwann einmal entscheiden, ob vielleicht eine kleine Seitenstraße auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt in Opladen nach Bruno Wiefel benannt werden kann. Wiefel hatte sich während seines langjährigen kommunalpolitischen, aber auch bundespolitischen Engagements, immense Verdienste um die Stadt Leverkusen erworben und war seit 1999 Ehrenringträger der Stadt Leverkusen.

Er hatte lediglich, wie viele andere seiner Generation auch, einen kleinen Makel: Der verdiente ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD war, wie viele andere spätere Bundestagsabgeordnete auch, während der Zeit des Dritten Reiches kurzzeitig Mitglied in der NSDAP. Dieser Umstand schmälert sicherlich nicht die Lebensleistung des untadligen Demokraten Bruno Wiefel. Insbesondere das Verhalten seiner ehemaligen Parteifreunde von der SPD in der gestrigen Bezirksvertretungssitzung war schlicht peinlich. Statt die Lebensleistung des verdienten Genossen zu würdigen, wurde von der SPD massiv Stimmung gegen den Antrag gemacht.

Zur gestrigen Posse um Bruno Wiefel erklärt der PRO-NRW-Vorsitzende und Opladener Bezirksvertreter Markus Beisicht:

„Man kann sich für das Verhalten einiger meiner Bezirksvertretungskollegen nur noch schämen. Sie schaffen es noch nicht einmal, die Lebensleistung und die immensen Verdienste von Bruno Wiefel angemessen zu würdigen. Offensichtlich können die heutigen Genossen ihrem ehemaligen Opladener Spitzengenossen dessen Vergangenheit nicht verzeihen.

Einzig PRO NRW hat großen Respekt vor der Lebensleistung des untadeligen Demokraten Bruno Wiefel. Dieser hat sich in seinem jahrzehntelangen Wirken für die Stadt Leverkusen große Verdienste erworben, so daß mehr als 15 Jahre nach seinem Tod endlich eine größere Straße oder ein Platz nach ihrem Ehrenringträger benannt werden sollte.“

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