Lebenslange Haftstrafe für einen der Beisicht-Attentäter
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Montag, 3.April.2017

Lebenslange Haftstrafe für einen der Beisicht-Attentäter

Im Terrorprozess um den gescheiterten Mordkomplott gegen den PRO NRW Parteivorsitzenden Beisicht sowie um

JVA Simonshöfchen, Wuppertal

Frank Vincentz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

den versuchten Bombenanschlag im Bonner Hauptbahnhof ist der Hauptangeklagte Marco G. zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Die drei weiteren islamistischen Terroristen wurden wegen Beteiligung an dem Mordkomplott gegen Beisicht zu Haftstrafen zwischen neuneinhalb und zwölf Jahren verurteilt. Alle vier Angeklagten wurden wegen Verabredung zum Mord und Bildung einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Die Verteidiger der Terroristen hatten für alle vier Angeklagten Freispruch beantragt.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hatte den Prozess an 155 Tagen verhandelt, 27 Sachverständige und 157 Zeugen wurden gehört.

Zum Urteilsausgang erklärt der PRO NRW Parteivorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Ich bin im Interesse unserer aller Sicherheit erleichtert, dass die vier islamistischen Terroristen nun viele Jahre aus dem Verkehr gezogen werden und demzufolge keine Möglichkeiten mehr haben, weitere Straftaten gegen Andersdenkende zu verüben. Es bleibt natürlich grotesk, dass das Opfer des Mordkomplotts im Strafverfahren noch nicht einmal angehört wurde, und dass mir die Möglichkeit einer Nebenklage verweigert worden ist. Des Weiteren bleibt es der historische Verdienst von PRO NRW mit der damaligen provokanten Wahlkampagne zur Landtagswahl 2012 in weiten Teilen der Öffentlichkeit zum ersten Mal auf die Gefahren des menschenverachtenden Salafismus aufmerksam gemacht zu haben. Wegen unserer Warnung vor dem salafistischen Extremismus hat man uns stigmatisiert und ausgegrenzt. Fünf Jahre später sind unsere damaligen Positionen zum Umgang mit den salafistischen Extremisten gesellschaftlichen Konsens geworden.“

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