Aktuelles / Donnerstag, 12.Januar.2012

Kulturförderung muss auf den Prüfstand

Womit sich die Politik so alles beschäftigt. In seiner gestrigen Sitzung debattierte der Kulturausschuss im Düsseldorfer Landtag über das Buch als Kulturgut und die Zukunft der Stadttheater. Als „Experten“ lud man sich ausgerechnet Ranga Yogeshwar ein. Der gelernte Physiker hatte sich vor gut einem Jahr durch die Beleidigung Thilo Sarrazins in einer Diskussion hervorgetan, in der er die berechtigte Kritik Sarrazins vor einer drohenden Islamisierung unseres Landes in die extreme Ecke stellte. Am Ende der Debatte stand die Erhöhung der Kulturförderung. Demnach sollen dafür nun knapp 200 Millionen Euro ausgegeben werden. Diese Gießkannen-Subventionierung nach Art der Entwicklungshilfe, so der PRO-NRW-Generalsekretär Markus Wiener, sei nicht mehr zeitgemäß.

Markus Wiener

Wiener regte eine breite gesellschaftliche Debatte darüber an, wie Kulturförderung in Zukunft überhaupt aussehen solle:

„Kulturförderung heißt heute vor allem die Subventionierung linker Lebensentwürfe, die auf das geballte Desinteresse der Bürger stoßen. Egal ob Regietheater, mit dem die Theatermacher das Publikum nur noch langweilen, oder linke Multi-Kulti-Kulturprojekte: Es kann nicht sein, dass das Wort Kultur ein Sesam-öffne-Dich wird für alle diejenigen, die bequem an Geld heran kommen möchten. Es gibt zahlreiche private Kulturinitiativen, wie zum Beispiel im Bereich des Musicals, die keinerlei Subventionen erhalten und sogar Gewinne erwirtschaften. Auch gute Filme im Kino finden ihr Publikum auch ohne die Hilfe der Altparteien.

Auch Kulturförderung hat sich dem Gemeinwohl unterzuordnen und darf nicht zu einer Klientelpolitik für gescheiterte Minderheiten werden.
Deshalb fordert PRO NRW: Die gesamte Kulturförderung muss auf den Prüfstand. Es muss nicht nur danach gefragt werden, was wir uns aufgrund der knappen Kassenlage überhaupt noch leisten können. Die Bürger wollen endlich auch ein Wörtchen darüber mitreden wollen, wie Kultur aussehen soll. Durch die Staatssubventionierung werden die selbst ernannten Künstler gerade dazu eingeladen, sich um den Publikumsgeschmack nicht kümmern zu müssen. Diese Art der Subventionierung ist so gescheitert wie die Entwicklungshilfe auf höherer Ebene.“