Aktuelles / Freitag, 25.September.2015

Interview mit Parteivorsitzenden Beisicht zur Lage nach den Oberbürgermeisterwahlen

Herr Beisicht, ein erfolgreicher Oberbürgermeisterwahlkampf liegt hinter PRO NRW. Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus den Wahlergebnissen und wie geht es nun mit PRO NRW weiter?

Wir haben bei den nordrhein-westfälischen Oberbürgermeisterwahlen außerordentlich erfolgreich abgeschnitten. So haben wir trotz eines sehr bescheidenen Wahlkampfetats in Essen unser Kommunalwahlergebnis mehr als verdoppelt und haben mit einem stadtweiten Ergebnis von knapp 4 Prozent im Ruhrgebiet einer richtige Duftmarke gesetzt.

In Leverkusen haben wir mit 6,5 Prozent darüber hinaus das mit Abstand landesweit beste Ergebnis einer Rechtspartei erzielt. Die AfD hat zum Beispiel in Bochum gerade mal knapp 3 Prozent erreichen können.

Der Wähler hat unseren politischen Ansatz, allen Zersetzungsbemühungen der Vergangenheit zum Trotz, eindrucksvoll bestätigt. Funktionäre, die uns in Richtung Narrensaum verlassen haben, stehen nun ohne jede realistischer Perspektive im Ghetto da und haben sich de facto aus der ernsthaften Politik verabschiedet.

Nun gilt es mit Bedacht die richtigen strategischen Konsequenzen aus diesem Wahlerfolg zu ziehen. Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass das, was in Essen oder in Leverkusen möglich war, auch landesweit bei einem intelligenten und provokanten Wahlkampf möglich sein kann.

Es gilt daher alle politikfähigen Kräfte zu bündeln und mit dem nötigen Elan den anstehenden Landtagswahlkampf 2017 vorzubereiten. Hierbei sollen Schlachten der Vergangenheit nicht zählen. Wir sind natürlich bereit, allen politikfähigen Kräften aus unserem Spektrum die Hand zu reichen, um dann gemeinsam unter der erfolgreichen Marke PRO NRW 2017 mehr als nur eine Duftmarke zu setzen.

Beisicht_MTÜ_polaroidNach wie vor ist PRO NRW außerhalb des Ruhrgebiets und der Mittelrheinschiene nicht überall wahlkampf- geschweige denn kampagnenfähig. Wie wollen Sie diese Defizite bis zur Landtagswahl 2017 beseitigen?

Wir werden am 04. Oktober eine kritische Bestandsaufnahme auf einer Funktionärstagung in Leverkusen durchführen. Wir haben aber keinen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Es ist es uns zum Beispiel gelungen, den Bezirksverband Bergisches Land kurzfristig wieder völlig neu zu organisieren und auch dort wahlkampffähige Strukturen neu aufzubauen.

Mit der islamkritischen Demonstration am 11. Oktober in Schwelm wird eine Versammlungsserie beginnen und auch nachgewiesen werden, dass PRO NRW im gesamten Bezirk wieder handlungsfähig ist. So werden bis Anfang November sowohl in Wuppertal, in Witten, aber auch im gesamten Bezirk Mitgliederversammlungen durchgeführt werden, um die Partei mit neuen und unverbrauchten Personen aufstellen zu können.

Im Ruhrgebiet werden im Oktober sechs öffentlichkeitswirksame Kundgebungen gegen den Asylmissbrauch stattfinden. Daneben wird die Partei sich im gesamten Ruhrgebiet ebenfalls neu aufstellen und sowohl auf Bezirksebene als auch in Gelsenkirchen neue Mitgliederversammlungen durchführen.

Unser Generalsekretär Tony-Xaver Fiedler wird seinen Wohnsitz ins Ruhrgebiet verlagern und dort ab Ende Oktober sämtliche Parteiaktivitäten koordinieren. Wir wollen die Landtagswahl 2017 für uns, insbesondere im Ruhrgebiet, entscheiden. Es fehlt in NRW nach wie vor eine seriöse Plattform, die vehement die Interessen der einheimischen steuerzahlenden Bevölkerung vertritt und die klar Nein sagt zum Asylmissbrauch, zur Überfremdung und zur schleichenden Islamisierung unserer Städte.

Die kommenden Monate werden für uns sicher nicht einfach. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass wir alles erdenklich Mögliche versuchen werden, zu unternehmen, damit PRO NRW landesweit kampagnenfähig wird.

Sie glauben also weiterhin an das Erfolgsmodell PRO NWR?

Die Wähler haben bei den Kommunalwahlen am 13. September die politische Marke PRO NRW noch einmal ausdrücklich bestätigt. Wer in einer Großstadt, wie Leverkusen, trotz Ausgrenzung und trotz diverser Benachteiligungen knapp 7 Prozent stadtweit einfahren kann, der muss nicht alles falsch gemacht haben.

Wir haben in unserer Hochburg Leverkusen noch einmal unsere Wahlergebnisse steigern können. Wir haben dort bei jeder Wahl erheblich zulegen können. Das sind einfach die Fakten! Wenn wir diesen Leverkusener Ansatz auf ganz NRW übertragen können, dann werden wir auch landesweit Erfolg haben und bei der Landtagswahl 2017 auch mehr als einen Achtungserfolg erzielen können.

Hierzu brauchen wir engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die bereit sind, uns in dieser schwierigen Wahlkampagne idealistisch zu unterstützen. Ich kann niemandem etwas versprechen. Ich kann aber versichern, dass wir für einen Wahlerfolg kämpfen werden. Wer kämpft, der kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren!

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