Großasyl des Landes auf dem früheren Kutel-Gelände in Essen hat seine Tätigkeit aufgenommen
Aktuelles, Top-Themen / Freitag, 11.März.2016

Großasyl des Landes auf dem früheren Kutel-Gelände in Essen hat seine Tätigkeit aufgenommen

Das Großasyl des Landes auf dem früheren Kutel-Gelände in Essen-Fischlaken ist vor einigen Wochen gestartet. Die Stadt hatte das Heim schon am 4. Januar an das Land übergeben, am 3. Februar zogen die ersten Asylbewerber ein. Der Essener Stadtrat beschloss bekanntlich gegen die Stimmen von PRO NRW Ende 2014, auf dem Kutel-Gelände eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes zu bauen. Hier sollen Asylbewerber registriert werden, bevor sie in städtische Dauerunterkünfte umziehen. Das Großasyl ist für 800 Asylbewerber ausgelegt. Die klamme Stadt Essen hat die Investitionskosten von gut 33 Millionen Euro getragen und vermietet nun das Heim für 25 Jahre an das Land NRW. Die Stadt hofft, dass die fälligen Mieten und Erstattungen in den kommenden 25 Jahren die Baukosten einspielen. Der Steuerzahler hat demzufolge letztendlich die Investitionskosten vollständig zu tragen. Gebaut wurde das Großasyl von der städtischen Grundstücksverwaltung. Nach 25 Jahren soll angeblich die sich im Landschaftsschutzgebiet befindliche Anlage zurückgebaut werden.
Zur Eröffnung des Großasyls in Essen erklärt die PRO NRW-Ratsfrau Christine Öllig:

tina-neu„Wir hatten schon im Jahre 2014 das Großasylprojekt entschieden abgelehnt. Es ist für uns skandalös, dass ein Asyl-Ghetto mitten in einem Landschaftsschutzgebiet entstanden ist. Nun werden Asylbewerber in Landschaftsschutzgebieten untergebracht, wo ansonsten jede Form der Bebauung verboten ist. Aber bei der Unterbringung von Asylbewerbern werden selbst rechtliche Hindernisse schnellstmöglich aus dem Weg geräumt. 33 Millionen Euro dürfen die Essener Steuerzahler aufbringen, damit nun Asylbewerber in schicken neuwertigen Häusern untergebracht werden können. Was müssen eigentlich einheimische Wohnungslose denken, wenn Asylsuchenden vom Steuerzahler solche Nobelunterkünfte zur Verfügung gestellt werden? Wir haben in Ballungsgebieten, wie Essen, nicht ausreichend genug Wohnraum; Bewerber stehen seit Jahren in langen Schlangen sich die Füße platt, um Wohnungen überhaupt besichtigen zu dürfen und müssen ein Bewerbungsverfahren und sehr hohe Mieten ertragen. Unsere Studenten finden keine ausreichenden Wohnungsmöglichkeiten. Aber für Asylsuchende lässt die Stadt auf Kosten der Steuerzahler moderne Herbergen errichten und räumt für diese alle Hindernisse aus dem Weg. Armes Essen!“

Tags: , ,